Deutschland - kein Land der Unternehmer

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So ticken Kinder im Jahr 2018

März 26, 2018 Comments (0) Politik, Studien

Interessieren sich Jugendliche für Politik?

Jugend und Politik

Für welche Themen interessiert sich die Jugend heutzutage? Handelt es sich um Vorurteile, dass sie ihre Zeit am liebsten damit verbringen Videos zu streamen, Freunde zu treffen und auf Instagram abzuhängen, statt sich mit Politik zu befassen?

Wir möchten diese Vorurteile einmal genauer unter die Lupe nehmen. Dazu stellen wir einige Ergebnisse der Politischen Jugendstudie von BRAVO und YouGov aus 2017 vor und berichten von der It’s-Your-Choice-Tour, dem Politik-Talk für Erstwählerinnen und -wähler.

Interessant gestalteter Unterricht erleichtert das Verständnis für Politik

80 Prozent der befragten Jugendlichen halten es für wichtig wählen zu gehen, damit die eigenen Interessen in der Politik vertreten werden. 65 Prozent sind sogar der Ansicht, es sollten sich mehr Menschen politisch engagieren, während ebenfalls 65 Prozent auch das Gefühl haben, als Jugendliche eher wenig Einfluss auf die Politik nehmen zu können.

Als meistgenutzte Informationsquellen zu politischen Themen stellten sich der Schulunterricht (51 Prozent) sowie das Fernsehen (48 Prozent) heraus. Geht es darum, zu beurteilen, wie gut die Bedeutung von Demokratie und Wahlen im Schulunterricht vermittelt wurde, so zeigen sich 56 Prozent der Schüler damit zufrieden. Als interessant würden den Unterricht jedoch nur 38 Prozent bezeichnen. Hier stellt sich auch ein nicht allzu überraschender Zusammenhang heraus: Von den Jugendlichen, die ihren Politik-, Gemeinschafts- oder Sozialunterricht als interessant bewertet haben, gaben 63 Prozent an, auch die Regeln des politischen Systems in Deutschland verstanden zu haben.

Eine Chance für Jugendliche zu Wort zu kommen

In Bayern sind dieses Jahr im Oktober Landtagswahlen. Anlässlich dieser fand letzte und vorletzte Woche in Bayern die It’s-Your-Choice-Tour statt, bei der Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit hatten, ihre Fragen an die Vertreter aus der Politik zu stellen und selbst einmal zu Wort zu kommen. Hier zeigte sich ein großes Interesse der Schüler an unterschiedlichsten politischen Fragen und teilweise auch klaren Einstellungen zu Themen, die sie betreffen.

So wurde unter anderem über Asylpolitik, die Legalisierung von Cannabis oder Handynutzung im Unterricht zwischen den teilnehmenden Politikern und den Schülern diskutiert. Die rund 90 Minuten, die pro Veranstaltung veranschlagt waren, stellten sich des Öfteren als zu kurz heraus, um alle Fragen der interessierten Schülerschaft zu beantworten. Das Fazit nach diesen zwei Wochen lautet ganz klar: Jugendliche wollen mitreden.

 

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