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April 11, 2018 Comments (0) Mediennutzung

Facebook verliert junge Nutzer

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Dass möglicherweise Daten von 87 Millionen Facebook-Nutzern weitergegeben wurden, ist derzeit nicht das einzige Problem, das Facebook hat. Die Plattform verliert auch zunehmend junge Nutzer.

Facebook wird mehr und mehr zu einer Plattform, die die ältere Generation, vor allem die über 60-Jährigen, für sich entdeckt. Die jüngeren Nutzer nehmen Reiß aus und laden ihre Bilder lieber auf Apps wie Instagram oder Snapchat hoch. Das Marktforschungsunternehmen eMarketer schätzt, dass die Zahl der Facebook-Nutzer zwischen 18 und 24 Jahren in den USA in diesem Jahr um 5,8 Prozent zurückgehen wird. Bei den Zwölf- bis 17-Jährigen sollen es 5,6 Prozent sein. In tatsächlichen Zahlen ausgedrückt, bedeutet das, Facebook würde dieser Schätzung zufolge alleine in den Vereinigten Staaten zwei Millionen Nutzer unter 24 Jahren verlieren.

Facebook existiert seit die junge Generation denken kann

Was ist die Ursache dafür, dass Jugendliche sich von der Plattform, die inzwischen seit 14 Jahren online ist, zurückziehen? Die 15-jährige Merle Göbel beschreibt die Situation für ihre junge Generation wie folgt: Facebook gibt es schon so lange, wie sie und ihre Freunde denken können. Dass mittlerweile so gut wie jeder dieses soziale Netzwerk nutzt, kommt ihnen „irgendwie altbacken vor“. Apps wie Snapchat oder Instagram sind neu und werden außerdem von vielen Promis genutzt. Merles Fazit: „Es ist einfach normal, etwas Neues auszuprobieren und zu entdecken. Und man will nicht unbedingt das nutzen, was die Eltern und viele ältere Generationen bereits genutzt haben.“

Datensammlung durch Cambridge Analytica und frühere Skandale

Derzeit ist das jedoch nicht Facebooks einziges Problem. Wegen seiner Datenschutzpraktiken steht das Netzwerk seit jeher in vielen Ländern in der Kritik. Bereits Anfang 2010 wurde öffentlich, dass Facebook auch Daten von Personen speichert, die in dem sozialen Netzwerk gar nicht angemeldet sind. Möglich wurde dies über eine kostenlose App, die Facebook seinen Nutzern anbot, um ihre Kontakte aus dem Telefonbuch mit ihren Facebook-Kontakten zu synchronisieren. Es folgten Skandale um extremistische Beiträge und die Verbreitung von Falschmeldungen. Nun musste Mark Zuckerberg vor einem Ausschuss des US-Kongresses aussagen, weil bekannt wurde, dass der Big-Data-Spezialist Cambridge Analytica möglicherweise die Daten von über 80 Million Facebook-Nutzern missbraucht hat. Seit Anfang dieser Woche werden vom Datenmissbrauch betroffene User auf ihrem Facebook-Profil über die Benachrichtigungsleiste hierrüber informiert.

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