Girls’ & Boys’Day 2016

#12 Glossar Junge Zielgruppe – Heute: Meme

Mai 12, 2016 Comments (0) Allgemein, Freizeit, Jugendkultur, Mediennutzung, News, Trends

Wie Social Media das Sportverhalten von Jugendlichen beeinflussen

Wie überwindet man den Schweinehund am ehesten? Wer motiviert mich, wenn ich gerade mal in einem Tief stecke? Wie mache ich Leistungen und Erfolge sichtbar? Und wer leistet mir beim Trainieren Gesellschaft? Viele Fragen und eine Antwort: Social Media. Wie schon des Öfteren erwähnt, nimmt Social Media in vielen Situationen Einfluss auf das Leben der jungen Zielgruppe. So auch beim Sportverhalten. Dabei hat Social Media vor allem drei Funktionen für die Jugendlichen:

Motivationsfunktion: Sportwillige können Gleichgesinnte finden, sportliche Aktivitäten gemeinsam planen oder ein vorbereitetes Sportprogramm miteinander durchführen – an unterschiedlichen Orten, aber dennoch zusammen. Der Motivationseffekt entsteht dadurch, dass man sich austauschen kann, sich gegenseitig anspornen kann und nicht zu vergessen – man kämpft zusammen für ein Ziel: fit zu werden. Ein wunderbares Beispiel dafür ist die 30-Tage-Plank-Challenge, die im Februar letzen Jahres über Facebook rund 500.000 Nutzer zusammengebracht hat. Der Hintergrund war folgender: ab dem 1. Februar sollte für 30 Tage jeden Tag ein Plank (ähnlich zum Liegestütz) gemacht werden. Am ersten Tag sollte dieser für 20 Sekunden gehalten werden. Jeden Tag ein wenig länger, sodass dieser Plank am 30. Tag 270 Sekunden gehalten werden konnte. Faszinierend daran ist ganz klar, dass sich so viele Leute, die sich gar nicht kennen zusammengefunden haben und an unterschiedlichen Orten trainiert haben, um ihr sportliches Ziel zu erreichen. Sowas lässt sich abseits von Social Media kaum organisieren.

Dokumentationsfunktion: Viele Apps machen es möglich, über GPS die beim Joggen zurückgelegte Strecke sowie die dafür benötigte Zeit zu messen und in einem Lauf-Protokoll zu erfassen. So lassen sich die Leistungen dokumentieren und Entwicklungen aufzeigen. Und das funktioniert ganz ohne selber Listen zu schreiben. Das Einzige, was benötigt wird, ist eine App und die angeschaltete GPS-Funktion.

Kontrollfunktion: Wenn auch auf den ersten Blick nicht ganz ersichtlich, so haben Soziale Medien durchaus das Potential, als Kontrollinstanz zu agieren und so das Sportverhalten zu beeinflussen. Die oben erwähnten Lauf-Protokolle können nämlich über Facebook geteilt werden. Wenn man heimlich, still und leise für sich trainiert, wird auch niemand merken, wenn man sein Fitnessprogramm vernachlässigt. Teilt man seine Leistungen allerdings der Öffentlichkeit mit, so muss man immer mit Nachfragen rechnen und wird indirekt von seinen Freunden kontrolliert, was den ein oder anderen durchaus weiter antreiben kann.

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