#8 Glossar junge Zielgruppe – Heute: Curated Shopping

Verjüngungskur für Zeitungen

September 2, 2015 Comments (0) Jugendmarketing, Mediennutzung, News

Werbung frei Haus

Online Marketing liegt im Trend, abgefahrene neue Technologien laden zum Spielen ein. Wo die Zielgruppe aber ohnehin sein muss, muss man sie auch abholen. Auf dem Schulhof tobt die Zielgruppe. Wo auch immer sie sonst sind.

Laut der DIVSI U25-Studie ist das Internet selbstverständlicher Begleiter im Alltag. Werbung an Haltestellen und am Straßenrand wird ausgeblendet, weil das eigene Display viel interessanter ist. Die potentielle Reichweite kann nicht umgesetzt werden. Gleichzeitig kommen Werbeinhalte auch hierhin – Werbeanzeigen in Apps sind längst usus, besonders Kommunikationsanwendungen und Spiele, für die Jugendliche die Geräte vor allem nutzen, zeigen hier immer neu, was inzwischen technisch geht. Die Streuverluste für gezieltes U20-Marketing ist aber hoch: Das Durchschnittsalter der Spiele-Apps liegt inzwischen bei 34 Jahren.

Neben Unterricht unter dem „Bring Your Own Device“-Ansatz wird die Taschen-Multimediazentrale eher mit Misstrauen bedacht. Handy raus heißt oft auch: Handy weg. Offline zu sein ist ein Ausnahmezustand. An vielen Schulen aber wird genau dies erzwungen. Wie langweilig muss so eine Pause sein, wenn man sich nur mit sich selbst beschäftigen kann. So viel Aufmerksamkeit, wie Ihnen in der erzwungenen Offlinephase zur Verfügung steht, kriegen Sie so schnell nicht wieder. Sprechen Sie die Jugendlichen genau in dieser Situation an: Mit Plakaten, Flyern und Broschüren. Ein Produkt zum Anfassen vermittelt höhere Wertigkeit. Gut gemachte Promotions erreichen die Zielgruppe mit geringsten Streuverlusten. Jeder Schuss ist aufwendiger, trifft aber sein Ziel.

Übrigens: Schülerzeitungen gibt es auch 2015 noch deutlich öfter offline als Online. Die jungen Medienmacher verstehen ihre Zielgruppe.

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