Juli 17, 2015 Comments (0) Tüdelütt

Tüdelütt: Von Erdbeeren und Menschen

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Eine Szene irgendwo in Niedersachsen: Mutter und Tochter spazieren durch die Siedlung. Folgendes Gespräch trug sich zufällig vor meinen Augen zu:

„Kann ich Erdbeeren; Mama?“, quäkte eine Vierjährige, die mit ihrer Mutter die Straße entlangspazierte.

„Ja, wir holen uns gleich welche“, erwiderte die Mutter und setzte pädagogisch wie Mütter veranlagt sind noch eine Frage hinzu.  „Woher bekommt man denn Erdbeeren? Weißt du das auch?“

Darauf das Kind stolz: „ Im Wald“

Doch die Mutter weiß es besser: „Nein, nicht im Wald. Die sind nicht gut. Wo holen wir denn immer unsere guten Erdbeeren? Na?“

Kind: …?

Mutter: Na, bei Aldi, da holen wir doch immer unsere Erdbeeren. Die sind gut.

Also für alle, die es noch nicht wissen: Die guten Erdbeeren gibt es nicht im Wald, sondern bei Aldi. Okay, Ironie-Modus aus: Klar, an Walderdbeeren kann Fuchsbandwurm kleben. Das ist nicht sehr famos und kann krank machen. Aber sollten wir uns nicht mal fragen, was dem vierjährigen Mädchen eigentlich vermittelt wurde? „Die guten Sachen kauft man besser verpackt im Supermarkt. Der ganze Naturquatsch aus dem Wald oder so, da lass lieber die Finger von. Das macht krank.“ Naja, zumindest die Lebensmittelindustrie wird’s freuen.

Unter der Kategorie „Tüddelüt“ veröffentlichen wir ab sofort immer mal wieder Alltagserlebnisse, Anekdoten und unnützes Wissen rund um das Thema Jugendmarketing. Ein bisschen Spaß muss sein.

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