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Fotolia 84730003 XS e1510670127294 120x105 - Warum die Jugend sich von Europa abwendet

Warum die Jugend sich von Europa abwendet

Juli 3, 2015 Comments (0) Allgemein, Freizeit

Tschüss Alltag – Hallo Parallelwelt, Teil 1: Ein Blick auf die Generation Festival

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Flunkyball- Ein Spiel mit simplen Regeln: Per Ball eine Bierflasche treffen, zu Fall bringen, rennen, trinken. So simpel, dass es beschwipst gespielt werden kann, bzw. ja auch zum Schwips führen soll. Schon fast ein Klassiker auf den Festivalcampingplätzen der Nation. Aber Flunkyball ist nicht nur ein Trinkspiel.

Es ist ein Beispiel par excellence für das Festival-Feeling.

Ein Spiel, das fremde Menschen zusammen führt und für den nötigen Fun-Faktor sorgt. Und genau deswegen hypen und lieben junge Menschen die Open Air-Veranstaltungen so sehr: Es geht um das Wir-Gefühl, ein temporäres, unkompliziertes Miteinander. Das entspricht der hedonistisch geprägten Generation Y und Z, bei der Freizeit groß geschrieben wird. Und die Festival-Atmosphäre stellt ein Lebensgefühl dar- à la „Feel free“. Den Alltag und die Sorgen hinter sich lassen, rein in die schöne Parallelwelt; und das mit möglichst viel Krach und Getöse. Festivals ziehen junge Menschen heute mehr denn je in ihren Bann.

Riesenrad auf dem Festivalgelände ©Malte Schmidt

Riesenrad auf dem Hurricane ©Malte Schmidt

Planschbecken Party auf Festivalgelände, ©Stephan Flad

Planschbecken-Party auf Festivalgelände, ©Stephan Flad

Lichtspektakel auf dem Melt Festival ©Stephan Flad

Lichtspektakel auf dem Melt Festival ©Stephan Flad

Klar- die Musik steht noch im Vordergrund. Manchmal gibt das Line-Up sogar so viel her, dass sich die Spaßwütigen schon fast auf eine Hetzjagd von Bühne zu Bühne begeben. Nach dem Motto: Alles mitnehmen was geht. Trotzdem: Das mehrtägige Feiern unter freiem Himmel ist längst mehr als eine reine musikalische Veranstaltung, bei der mit Bier im Plastikbecher die Lieblingsband angeschaut und dann irgendwann ins Zelt verzogen wird. Festivals rangieren zu einer Art „neuer“ Cluburlaub. Auf so manch einem Gelände werden häufig schon Luxuscamps angeboten. Und sonst halt das volle Bespaßungsprogramm, von Kulturangeboten über Planschbeckenpartys bis hin zu bunten Bühnenzauber, Riesenrad und Feuershows.

Wir stecken gerade mittendrin in der Festivalsaison. Draußenveranstaltungen von klein bis groß, von Underground bis Mainstream, in der niedersächsischen Wallapampa, oder der Großstadt Berlin. Nach Befragungen stehen Festivals als Lieblingslocation ganz weit oben im Ranking. Allein zum Hurricane in Scheeßel pilgerten gerade rund 65.000 Feierwütige. Auch das vor allem techno-lastige Fusion Festival zog dieses Jahr an die 60.000 Besucher an.

Hurricane Festival 2015 ©Christoh Eisenmenger

Hurricane Festival 2015 ©Christoh Eisenmenger

Tja, und wenn das Festival-Spektakel dann vorbei ist, reiht man sich erschöpft ein in die abfahrenden Autokolonnen. Tschüss DIXXI Klos, tschüss Festivalzauber. Hallo Abschiedsschmerz und hallo Alltag. Aber glücklicherweise können Eindrücke und Erinnerungen gespeichert und auf Facebook & Instagram verbreitet werden. Vorher kaum möglich, da die meisten Festivalgelände eine riesige Funklochlandschaft darstellen. Aber selbst das stört die sonst digitalisierte junge Generation dann mal überhaupt nicht.

 

Nächste Woche folgt ein Ausblick auf die Festivalwirtschaft und die Marketingmöglichkeiten vor Ort.

 

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