Mai 28, 2015 Comments (0) Jugendzeitschrift

Survival- und Knutschtipps für junge Mädels

Cover BRAVO GiRL!Relaunch bei der BRAVO GIRL!. Das ist eine der News, die der Monat Mai im Bereich Medien mit sich brachte.

Das dazu neu präsentierte Titelblatt sorgte für einen persönlichen Flashback (auch wenn es schon eine Weile her ist):

Als Titelbild ein attraktives Mädel, welches einen selbstbewusst anstrahlt.

Gut, soweit nichts Neues, das gab`s vor zehn Jahren schon so. Dann ein Blick auf die Titelthemen: Grob zusammengefasst alle aus dem Bereich Beauty, Liebe, Fashion und Leben. Auch da werden eigene Erinnerungen wach: von den sieben wertvollen Tipps zur Pickelbekämpfung, bis hin zum Ratschlag, wie der erste Kuss bombastisch wird.

Die Mädchenzeitschrift versteht sich als Ratgeber für eine weibliche Zielgruppe von 12 bis 17 Jahren, der einen durch die Pubertät schleust. Ob die Traummähne nun tatsächlich direkt zum Traumprinzen führt? Da muss dann doch jeder seine ganz eigenen Erfahrungen machen. Aber grundsätzlich hat sich die Themenauswahl gar nicht großartig zu früher verändert.

Was sich aber verändert hat: Die BRAVO GIRL! wird zukünftig nur noch monatlich erscheinen- statt vorher 14-tägig. Diese zwei Wochen konnten einem damals wie eine halbe Ewigkeit vorkommen- wollte man doch möglichst schnell die nächsten Tipps und Tricks lesen; musste aber warten. Im Gegensatz zu heute, wo das Netz überquillt mit zahlreichen Ratschlägen und in Blogs, Foren und sozialen Netzwerken auf jede Frage eine Antwort geboten wird.

Ergo: Auch im Segment der Mädchenzeitschriften zeichnet sich der Kampf David gegen Goliath alias Print gegen Online ab. Ein plausibler Grund, warum der Bauer-Verlag mit weniger verkaufter Auflage der BRAVO GIRL! zu kämpfen haben könnte. Ob die neue Premium Aufmachung, Format und Erscheinungsrhythmus sowie der haptische Wert junge Mädchen weiter vom Magazin überzeugt? Das wird sich zeigen. Jugendzeitschriften müssen heute den Spagat zwischen Print und Online schaffen. Deswegen hat die Bravo-Girl pfiffiger Weise gleichzeitig zum Relaunch des Printmagazins auch einen Instagram-Account ins Leben gerufen. Über den Kanal ist eine direkte Kommunikation der Leserinnen mit der Redaktion möglich.

Wie auch immer sich der Trend entwickelt-eine Sache verschafft der Printausgabe immer noch einen kleinen Vorsprung: Obendrauf gibt`s wie in alten Zeiten ein kleines Accessoire, beispielsweise ein blumiges Haarband, als Beilage- das kann das Netz dann doch nicht bieten.

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