Ernährungstrends zwischen Weltverbesserung und Lifestyle

Spielen begeistert

September 21, 2015 Comments (0) Allgemein, Jugendkultur, Jugendmarketing

Sprichst du schon Emoji? 😊 🙈✌

Das Emoji Repertoire von Messenger-Diensten und Socialen Netzwerken ist mittlerweile riesig und wird regelmäßig um neue bunte Symbole erweitert. Neueste Einführung: Der digitale Stinkefinger, der seinem Chatpartner entgegen gestreckt werden kann. Und das sogar neuerdings in mehreren Hauttönen, von der blassen Variante bis zum dunkel pigmentierten Mittelfinger. Die junge Zielguppe bettet solche kleinen Symbole liebend gerne in ihre Kommunikation ein.

Meistens sind ihre Chatverläufe und Posts Konglomerate aus Text, Emojis und Hashtags. Und eine Tatsache lässt sich nicht leugnen: Emojis vereinfachen Sprache. Ganze Worte und Sätze können durch ein Emoji ersetzt werden und schon ist das eine Zeitersparnis.

Das sieht dann in etwa so aus:

  • Lust auf 🍔 heute?
  • Oh ja 😍 wo?
  • Guck mal unter #burgerhamburg
  • 👌👌👏

Außerdem kommt man um die „lästige“ und manchmal gar schwierige Beschreibung der Gefühlslage herum, denn mittlerweile gibt es für fast jede Emotion das passende Emoji, welches das Gefühl auszudrücken vermag. Die Emoji Sprache wirkt grenz- und sprachüberschreitend, sie wird weltweit verstanden. Selbst Subtiles, sonst meist an der Gesichtsmimik erkenbar, kann über Emojis ausgedrückt werden. Sie vereinfachen die digitale Interaktion.

Auf der Beliebtheitsskala ganz oben stehen folgende Emojis:

😍

😘

😂

👌

Viele Marketingverantwortliche haben schon längst erkannt, dass die bunten Bildchen als Tool in der Markenkommunikation mit eingebunden werden sollten. Viele Jüngere verbinden mit Emojis ganz bestimmte Gefühle, die sich vertraut anfühlen. Daher ist es clever gedacht, über bekannte Emojis in Werbekampagnen diese Emotionen abzurufen. Sie werden durch die kleinen Bildchen transportiert. Es findet Emotionalierung statt und es wird Nähe aufgebaut. Außerdem spielen beim Einsatz von Emojis neuronale Prozesse eine wichtige Rolle: Beim Anlick eines Smiley würden laut Untersuchungen dieselben Hirnstrukturen aktiviert werden wie beim Anblick eines menschlichen Gesichts.

Ikea Netherlands hat eine Kampagne gestartet, bei der  eigens von Ikea entwickelte Emojis angeboten werden. TUI setzt regelmäßig auf die kleinen Bildchen und auch Coka Cola und PETA sind auf den Zug des emotionalen Social-Media Marketings aufgesprungen.

Wer sich selbst schon einmal dabei erwischt hat, dass einem bei Emoji-freien Textnachrichten ein ungutes Gefühl beschleicht, weil die Nachricht vielleicht nicht richtig einordnet werden kann, ist wahrscheinlich schon ziemlich der Emoji-Sprache verfallen… 🙈

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