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Oktober 23, 2015 Comments (0) Jugendkultur, Jugendmarketing, Mediennutzung

Schuster, bleib bei deinen Followern

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Nochmal etwas von „Kartoffelsalat“ gehört? Trotz großer Kampagne auf diversen Kanälen, Auftritten in Talkshows und wiederholten Hinweisen auf Twitter, Facebook und YouTube: der Film war scheiße.

Was YouTuber machen, machen sie nicht besser als andere. Aber wo sind sie anderen Medien voraus?

Schnelle Schnitte und zielgruppengerechte Ansprache können sie, technisch und methodisch sind die Profis der klassischen Medien weiter. Hilft aber nichts, wenn sie ihre Zielgruppe nicht erreichen. Andersherum ist die Sendewirkung von YouTube-Stars über die eigene Klientel hinaus marginal. Aber das reicht doch schon.

Zugegeben: Das Rating auf imdb mag verzerrend sein, weil viele den Film aufgrund seiner Vorzeichen mit einem Stern bewertet haben könnten, wie meedia kommentiert. Wir wollten ihm noch eine Chance geben und haben auf Langzeitwirkungen gewartet. Jedoch: Nach Start hat er nicht mehr von sich hören lassen.

Kinofilme sind Paid Content. Die Zuschauer, die kostenloses Couchkino gewohnt sind, haben wenig Lust, sich aufzumachen und Eintritt zu bezahlen. Und doch: Schon am ersten Wochenende spielte der Film seine Produktionskosten wieder ein und lockte in der ersten Woche viele Teenager in die Kinos, auch wenn er inzwischen nicht mehr im Programm ist.

Auch als sich YouTuber LeFloid sich als Journalist versuchte und Angela Merkel interwiewte, erzielte er einige Häme. Mit über 4 Millionen Views erzielte sein Video aber eine bemerkenswerte Reichweite vor allem in der jungen Zielgruppe. Viele seiner Zuschauer hätten sich mit der Politik der Regierung sonst vielleicht nicht intensiv auseinandergesetzt – ein gelungener PR-Stunt der Bundeskanzlerin, die sich allein und ohne Gegenrede oder bohrende Nachfragen präsentieren konnte.

Auch die Bundeszentrale für politische Bildung arbeitet mit YouTubern zusammen, schon 2013 bei der Kampagne YouTuber gegen Nazis oder neuerdings gegen islamistische Propaganda . Mit der Kooperation bei Ahnungslos hat sie 2012 schon bewiesen, dass sie die Zielgruppe da abholt, wo sie auch konsumiert. Gar nicht so schlecht für eine Behörde.

 

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