Sind Studenten altmodisch?

#13 Glossar Junge Zielgruppe – Heute: Swaggetarier

Juni 16, 2016 Comments (0) Allgemein, News, Personalmarketing, Politik

„Portfolios“ für Geflüchtete

Das Thema Flüchtlinge ist immer noch hochaktuell in Deutschland. Bereits im Dezember letzten Jahres haben wir von der DSA youngstar uns dazu entschieden, unsere klassischen Kundengeschenke in Schulhefte für Flüchtlingsunterkünfte umzuwandeln, frei nach dem Motto Refugees welcome! Die Hefte wurden von Unterkünften und Flüchtlingen gerne angenommen – Materialmangel herrschte fast überall. Und die Flüchtlingssituation hat sich weiterentwickelt. Neben Kindern und Jugendlichen kommen auch zahlreiche hoch gebildete Erwachsene aus Krisengebieten wie Syrien. Papiere, Bildungsnachweise oder Zeugnisse sind häufig bei der Flucht verloren gegangen bzw. wurden gar nicht erst mitgenommen, was den Zugang zum Arbeitsmarkt und die Integration in die Gesellschaft enorm erschweren kann.

Dem will die Universität Oldenburg nun entgegenwirken. Das Projekt „Portfolios für Geflüchtete“ hat es sich zum Ziel gesetzt, Geflüchtete auf dem Weg in die Hochschule oder in den Arbeitsmarkt aktiv zu unterstützen. Im Kern geht es darum, die Erfahrungen und Qualifikationen der Geflüchteten strukturiert und verständlich darzustellen und Anknüpfungspunkte in das deutsche Bildungssystem oder den hiesigen Arbeitsmarkt aufzuzeigen.

Das Portfolio-Projekt ist Teil des ebenfalls neuen Orientierungsjahrs der Universität, das Anfang April mit den ersten 33 Teilnehmern gestartet ist. Im Mittelpunkt dieses Teilprojekts steht das sogenannte Portfolio, also eine Mappe, die einer Hochschulzulassungsstelle oder einem potenziellen Arbeitgeber verständlich vermittelt, welche Kompetenzen eine Person mitbringt.

In der Regel besteht das Portfolio aus einem Lebenslauf, einer Zusammenfassung der wichtigsten Bildungsabschlüsse und beruflichen Stationen sowie – falls vorhanden – Zeugnissen aus dem Heimatland. Sollten Nachweise während der Flucht verloren gegangen sein, ist der Weg zur Hochschulzulassung schwieriger, aber nicht unmöglich. Die Teilnehmer erhalten einen Überblick über die notwendigen Schritte und werden auf mögliche Hürden aufmerksam gemacht.

Zudem geben die Experten aus dem Kompetenzbereich Anrechnung eine Einschätzung, wie die im Portfolio genannten Qualifikationen in Deutschland bewertet werden und wo es Anknüpfungspunkte in die hiesige Bildungs- oder Arbeitswelt gibt. So erhalten die Geflüchteten aussagekräftige Unterlagen, die nahezu universell einsetzbar sind. In Einzelgesprächen geben die Berater zudem Tipps für weitere Schritte und nennen konkrete Ansprechpartner. Seit Anfang des Jahres haben rund 25 Geflüchtete das kostenlose Angebot genutzt. Sie sind zwischen 20 und 35 Jahren alt, haben in ihrem Heimatland bereits studiert oder waren berufstätig. Viele von ihnen sind mittlerweile ins Orientierungsjahr gestartet.

Mehr Informationen zu dem Projekt „Portfolios für Geflüchtete“ gibt es auf der Website der Universität Oldenburg.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.