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September 8, 2016 Comments (0) Allgemein, Freizeit, Jugendkultur, Mediennutzung, Trends

Pokémon Go – Pikachu bekannter als Gabriel

Glumanda, Schiggy, Bisasam und natürlich Pikachu – viele junge Erwachsene sind Pokémonspieler der allerersten Generation und haben die virtuellen Wesen schon als Kinder gejagt. Pokémon Go versetzt genau diese Zielgruppe direkt zurück in ihre Kindheit und löst auch bei anderen Altersgruppen einen regelrechten Pokémon-Hype aus. Basierend auf echten Google Maps Karten wandern die begeisterten Pokémon-Trainer zu Pokéstops, um Pokébälle und Heiltränke aufzufüllen und zu Arenen, um Pokémon-Kämpfe auszutragen. Auf dem Weg dahin werden Eier ausgebrütet und wilde Pokémon gefangen. Augmented Reality (dt. erweiterte Realität) nennt sich die computerbasierte Erweiterung der Realität – ein Spielekonzept mit Potential.

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Seit der Veröffentlichung am 13. Juli 2016 wurde das Spiel in Deutschland ca. 8 Millionen mal runtergeladen, über 7 Millionen davon sind immer noch aktive Spieler. Laut aktuellen Daten des Markt- und Meinungsforschungsinstitutes YouGov ist die überwiegende Mehrheit der Nutzer (41 Prozent) zwischen 18 und 24 Jahren, die über 35-Jährigen folgen dicht mit 35 Prozent. Personen unter 18 Jahren wurden zwar nicht berücksichtigt, allerdings ist dies laut den Spielewebseiten Gamona und Giga (Games) auch nicht die größte aktive Altersgruppe – das sind nämlich die 25- bis 34-Jährigen. Das sind genau die jungen Erwachsenen, die schon als Kinder und Jugendliche Pokémon gesammelt und getauscht haben.

Eine ähnliche Altersgruppe, nämlich die 18- bis 29-Jährigen, fällt auf, wenn es darum geht, wen man eher erkennt: Pokémon oder Politiker. Von den Befragten dieser Altersgruppe erkannten ganze 85 Prozent Pikachu – und lediglich 62 Prozent den aktuellen Vizekanzler Sigmar Gabriel. Auch die nachfolgende Gruppe (30 bis 39 Jahre) scheint generell noch etwas schlechter informiert zu sein. Obwohl hier der Wiedererkennungswert Gabriels über dem von Pikachu liegt, können insgesamt nur 58 Prozent den Politiker benennen. Die Zahl steigt mit zunehmendem Alter – der Wiedererkennungswert Pikachus dagegen sinkt mit steigendem Alter der

Befragten.

Der hohe Anteil an jungen Pokémon Go Spielern macht das Handyspiel auch für viele Unternehmen und Marken interessant. Im Vergleich zur Gesamtbevölkerunggibt es nämlich ganz spezielle Marken, die Pokémon Go Spieler bevorzugen. Dazu gehören Restaurantketten wie Subway, Burger King und Starbucks sowie Modemarken wie H&M, Nike und Primark. Strategisch platzierte Pokéstops und Arenen locken durch das Spiel viele potentielle Kunden an für die Unternehmen wichtige Standorte, z.B. zu Filialen von Fastfoodketten, in denen sich die motivierten Pokémontrainer stärken können. Durch taktisch kluge Verbindungen von Pokémon Go und den eigenen Marketingstrategien lassen sich so Kundenfrequenzen erhöhen.

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