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Wie lässt sich die Lesekompetenz an deutschen Schulen verbessern?

Dezember 1, 2017 Comments (0) Studien

Optimismus hängt nicht von Geld ab

Your better future

Ob junge Menschen optimistisch in die Zukunft blicken, hängt nicht unbedingt von der finanziellen Situation ab. Eine aktuelle Studie zeigt, dass Optimismus auch bei schlechter ökonomischer Lage möglich ist – und umgekehrt.

Bei der Einschätzung der persönlichen Zukunft spielt bei jungen Menschen die finanzielle Situation nur eine untergeordnete Rolle. Das lässt sich aus der Studie Junges Europa 2017 im Auftrag der TUI-Stiftung ablesen. Demnach bedeutet eine negative Einschätzung der persönlichen ökonomischen Situation nicht zwangsläufig einen pessimistischen Ausblick auf die nächsten Jahre. Die größten Diskrepanzen zwischen finanzieller Lage und persönlichem Ausblick zeigen sich bei jungen Menschen aus mediterranen Ländern.

Jungen Spaniern und Griechen geht es ökonomisch am schlechtesten

Im Zuge der Untersuchung befragte das Meinungsforschungsinstitut YouGov Anfang 2017 sechstausend junge Menschen im Alter zwischen 16 und 26 Jahren. Sie stammen aus Frankreich, Deutschland, Griechenland, Italien, Polen, Spanien und Großbritannien. Nach dem aktuellen persönlichen Status gefragt, geben nur jeweils 15 Prozent der Griechen und Spanier eine positive Antwort („sehr gut“ oder „eher gut“). In Deutschland sind es hingegen 35 Prozent. Umgekehrt halten 56 Prozent der Griechen und 38 Prozent der Spanier ihre finanzielle Situation für „eher schlecht“ oder „sehr schlecht“. Bei den Deutschen sind es an selber Stelle nur 22 Prozent.

Umgekehrtes Bild bei Erwartungen für die Zukunft

Schließlich wurden die sechstausend jungen Europäer nach ihrer Einschätzung für die Zukunft in Bezug auf ihre persönliche Situation gefragt. Hier kehrt sich das Bild um. Ganze 80 Prozent der Spanier und 72 Prozent der Griechen sehen ihrer Zukunft „sehr optimistisch“ oder „eher optimistisch“ entgegen. Bei den Deutschen gaben lediglich 64 Prozent diese Prognose ab, was den vorletzten Platz vor Frankreich bedeutet. Auch bei den negativen Antworten („eher pessimistisch“ oder „sehr pessimistisch“) sind nur die jungen Franzosen skeptischer.

Mediterrane Sorglosigkeit oder deutsches Nörglertum?

Wie sind diese Beobachtungen zu erklären? Werden die Deutschen einmal mehr ihrem Ruf als Nörgler und Miesepeter gerecht? Sind die Südeuropäer sorglos und naiv? Die Ergebnisse passen jedenfalls in die bekannten Klischees der lebensfrohen Südländer und ernsten Deutschen. Welche Seite der Medaille am Ende die Richtige ist, wird offenbleiben. Womöglich gibt es ja nicht nur eine Wahrheit. Schließlich handelt es sich um subjektive Einschätzungen. Eine interessante Frage wäre außerdem, ob sich die junge Zielgruppe in ihren Einschätzungen von der älteren Generation unterscheidet. Ob ein junger Mensch glücklich und optimistisch ist oder nicht, scheint zumindest nicht von einem erwarteten privaten Goldrausch abzuhängen.

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