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Shitstorm

#14 Glossar Junge Zielgruppe – Heute: Shitstorm

Juli 14, 2016 Comments (0) Allgemein, Jugendkultur, Jugendmarketing, News, Politik, Trends

Ist die EU „out“?

Finanzkrise in Griechenland, Flüchtlinge auf dem Mittelmeer, Brexit auf der Insel – Europa und die Europäische Union haben viel mitgemacht in der letzten Zeit. Welche Auswirkungen hat das auf die Popularität des Kontinents und des Staatenverbunds, gerade bei der jungen Zielgruppe?

Die Menschen in Großbritannien haben sich bei dem großen Referendum am 23. Juni mehrheitlich für einen Austritt aus der EU ausgesprochen. Schaut man sich jedoch die Abstimmungsergebnisse nach Altersgruppen an, wird eines schnell deutlich: der Austrittswunsch von Großbritannien aus der EU wächst mit dem Alter der Wähler. Über 60 Prozent der über 65-Jährigen war bei dem Referendum gegen den Verbleib in der EU. Bei den 18- bis 24-Jährigen hingegen stimmten fast 80 Prozent gegen den Brexit und für die EU. In den sozialen Medien ging in den Tagen nach der Abstimmung der passende Kommentar viral: „Die ältere Generation stimmte für eine Zukunft, die die Jüngeren nicht wollen.“

Nicht nur die Abstimmungsergebnisse nach Altersgruppen sind bei dem Brexit-Referendum auffällig, sondern auch die Wahlbeteiligung nach Altersgruppen. Während die Wahlbeteiliung bei den über 65-Jährigen bei über 80 Prozent lag, sind von den 18- bis 24-Jährigen nur 36 Prozent überhaupt zur Wahl gegangen. Eine höhere Wahlbeteiligung der jungen Generation hätte das endgültige Abstimmungsergebnis wesentlich beeinflussen können.

Laut der Studie „Generation What?“, die in insgesamt 13 Ländern durchgehführt wurde, verbindet die junge Zielgruppe mit der EU nämlich unter anderem Mobilität bei Arbeit, Reisen und Studium (75 Prozent), Frieden (56 Prozent) und kulturelle Vielfalt (51 Prozent). Auch die Meinung der deutschen 16- bis 25-Jährigen zur EU macht deutlich: Bei einem Referendum würden sie für den Verbleib in der EU stimmen.

Eines ist sicher: Europa und die Europäische Union brauchen wieder mehr Zusammenhalt und mehr Popularität, um aktuelle und kommende Krisen bewältigen zu können.

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