#6 Glossar Junge Zielgruppe – Heute: FOMO

#8 Glossar junge Zielgruppe – Heute: Curated Shopping

August 26, 2015 Comments (0) Jugendmarketing, News, Wettbewerbe

Gewinnspiele in sozialen Netzwerken

Es könnte alles so einfach sein. Ankündigung, Werbung und dann teilenteilenteilen. Tausende Nutzer werden zu ihren Testimonials und werben für Ihre Marke. Jedoch fliegen Sie nah an der Sonne: Gesetz und Geschäftsbedingungen setzen dem Gewinnspiel Grenzen. Ein Guide für Gewinner.

Verbraucher werden vom Gesetz vor Ihnen geschützt. Sie als Unternehmen haben grundsätzlich überlegenes Wissen und eher die Möglichkeit und Verpflichtung, sich über Rahmenbedingungen von Verträgen, eben auch Gewinnspielen, schlau zu machen. Genau dies tun Sie hier, was zeigt, dass der Gesetzgeber gar nicht so Unrecht hat. Grundsätzlich liefern müssen Sie Folgendes:

Vier doppelte Ws und zwei Ds

Wer veranstaltet das Preisausschreiben? (Disclaimer: Distanzierung vom Betreiber der Plattform)
Wer ist zu Teilnahme und Gewinn berechtigt?

Wann findet das Preisausschreiben statt (Teilnahmezeitraum)?
Wann findet die Verlosung statt?

Wie kann man am Gewinnspiel teilnehmen?
Wie genau wird der Gewinner ermittelt?

Was wird verlost?
Was geht gar nicht? (z.B. strafrechtlich relevante Beiträge, Rechte Dritter im Rahmen des Gewinnspiels verletzen)

Datenschutz: Welche Daten werden zu welchem Zweck erhoben?

Distribution: Wie und wann wird der Gewinn verschickt?

Diese Teilnahmebedingungen sowie Ihr Impressum müssen direkt zugänglich sein, zum Beispiel indem Sie im Aufruf zur Teilnahme darauf verlinken oder sie als Kommentar auf den Post liefern. Diese Checkliste ist nur ein Hilfsmittel, das den Sachverhalt nicht abschließend klärt. Sie im Kopf zu haben, kann aber vor Ärger bewahren. Shopbetreiber-blog.de fasst gibt nochmal ausführlichere Tipps.

Wohin mit meinem Preisausschreiben?

facebook ist super und hat mehr Menschen hierzulande mit dem Prinzip Social Media bekannt gemacht als alle anderen Plattformen vor ihr. Inzwischen stagnieren die Mitgliederzahlen und je mehr Unternehmen facebook als Werbeplattform sehen, desto stärker muss der Betreiber reagieren. Grundsätzlich gilt: Gewinnspiele können Sie machen, sie dürfen aber nur auf Ihrer eigenen Seite stattfinden. Kein „Markiere deine Freunde“, kein „teile auf deiner Seite“. Fotos auf der Pinnwand des Veranstalters hochladen, kommentieren und liken geht immer – das wars. Als Gedankenstütze können Sie an Postkarten-Verlosungen denken, nur hundertmal schneller. Die Kollegen von allfacebook und t3n haben sich nochmal intensiver mit den Rahmenbedingungen von Opa facebook auseinandergesetzt.

projecter vergleicht die Möglichkeiten, die Instagram und Pinterest bieten. Fazit: Pinterest lässt komplexere Gewinnspiele zu, ist aber restriktiver. Instagram lässt viel zu, die Technik schränkt hier aber etwas ein. Trotzdem:  hier sitzt Ihre junge Zielgruppe eher als bei Facebook. Eine sinnvolle Verbindung aller Ihrer Kanäle sollte helfen. Auch Twitter lässt vieles zu, solange es nicht in Spam ausartet. Im Gegensatz z.B. zu facebook und Pinterest sind (einmalige) Retweets kein Problem. Gewinnspielteilahme ist hier also denkbar einfach. Wie findige Nutzer das nutzen können, zeigt ZEIT ONLINE.

Fazit

Gewinnspiele sind eine gute Möglichkeit, auf Produkte oder Events aufmerksam zu machen. Die menschliche Gier wird angesprochen in Form der Erwartung, für wenig Einsatz viel zu erhalten. Das Versprechen des Nutzens macht den Nutzer zum Werbeträger. Wer bei der Formulierung der Teilnahmebedingungen schludert, dem steht schnell Ärger ins Haus. Verärgerte Nutzer sind neben Wettbewerbswächtern und Mitbewerbern nur eine der Gruppen, die Ihnen nur zu gerne die Flügel stutzen.

 

 

Comments are closed.