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Wovor fürchtet sich die junge Zielgruppe?

August 5, 2016 Comments (0) Allgemein, Freizeit, Jugendmarketing, Mediennutzung, Trends

Generation Y – weniger arbeiten, mehr leben?

Zunächst einmal sei eins gesagt: wenn man Begriffe wie Generation X, Generation Y oder Generation Z hört, scheint es so einfach zu sein, ganze Jahrgänge von Menschen zusammen zu bündeln, gemeinsame Eigenschaften zu finden und dann zu verstehen, wie diese Menschen ticken. Ganz so einfach ist das natürlich nicht, immerhin spielt der Charakter und das persönliche Umfeld eine wesentliche Rolle dabei, was einem später als wichtig und erstrebenswert erscheint und was nicht. Dennoch wirken sich gesellschaftliche Geschehnisse ebenfalls auf die Entwicklung eines jeden Menschen aus. Seien es politische Krisen, zunehmende Mobilität, die Digitalisierung oder die Konfrontation mit dem Klimawandel. Das Wertesystem ist kein starres Konstrukt. Vielmehr kann es durch bestimmte Erfahrungen sowie Trends, die eine Gesellschaft durchläuft, verändert werden und ganze Generationen prägen. So auch die sogenannte Generation Y:

Die Generation Y, auch bekannt als Digital Natives oder Millennials, lässt sich grob als die nach 1980 und bis 1999 Geborenen definieren. Wie der Name Digital Natives schon verrät, ist diese Generation sehr technikaffin. Sie ist mit dem Internet aufgewachsen, soziale Medien begleiten sie schon gefühlt das ganze Leben lang. Bei der Konfrontation mit dem Satz „weißt du, damals als es noch kein Internet gab…“ ist wohl die typische Reaktion ein interessiertes Lächeln, begleitet von Unverständnis und Bewunderung, wie man ohne Internet hat studieren, sich in einer fremden Stadt zurechtfinden oder gar leben können. Neben der Digitalisierung sind aber auch Krisen ständige Begleiter im Leben der Generation Y, wodurch sich ihre optimistische Einstellung allerdings nicht trüben lässt. Sie sind mit vielen Krisen aufgewachsen, wie beispielsweise den Anschlägen vom 11. September, der Finanzkrise von 2008, dem Krieg im Irak und den Folgen des Klimawandels. Die Liste könnte um ein Vielfaches erweitert werden. Und dennoch geht es immer irgendwie weiter – so haben sie es zumindest gelernt.

Vielleicht ist auch genau das ist der Grund, weshalb Selbstverwirklichung und die Sinnhaftigkeit für die Generation Y so bedeutsam sind. Materieller Erfolg ist zwar nicht komplett unwichtig, muss sich aber dem Spaß und der Zufriedenheit bei der Arbeit unterordnen. Was bringt es, ein prall gefülltes Konto zu haben, wenn man in seiner Arbeit nicht aufgeht und durch strenge Hierarchiestrukturen ausgebremst wird? Das richtige Stichwort hier ist eine gute Work-Life-Balance, die von der Generation Y sehr hoch gehalten wird. Sie wollen eben nicht leben um zu arbeiten, sondern arbeiten um zu leben.

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