#5 Glossar Junge Zielgruppe – Heute: Responsive

#6 Glossar Junge Zielgruppe – Heute: FOMO

August 7, 2015 Comments (0) Jugendmarketing, Mediennutzung

Facebook ist tot. Endlich.

Für Jugendmarketing eignet sich Facebook immer weniger. Inzwischen lässt sich die Plattform zwar gut monetarisieren und Beiträge gezielt steuern, die Nutzer der ersten Stunde wandern aber gerade deswegen weiter oder wachsen aus der jungen Zielgruppe heraus.

In der Bahn berichten Schüler, dass auf WhatsApp Geburtstagswünsche zuhauf einlaufen, während auf Facebook – ganz im Gegensatz zum letzten Jahr – tote Hose sei. „Da ist ja auch keiner mehr online“, spottet eine Mitschülerin. Die schlechte Presse und das zunehmende Bewusstsein zum Datenschutz mag daran Anteil haben. Schwerer wiegt aber der Nutzerkreis.

Spätestens wenn Eltern, Großeltern und all die peinlichen Erwachsenen, mit denen man vor seinen Freunden lieber keinen Umgang pflegt, die Seite bevölkern, ist der Spaß vorbei. MySpace und ICQ lassen grüßen. Klar lassen sich Leute ausblenden und die Fotos für Freunde auch wirklich nur den Freunden anzeigen – das ist aber kompliziert und lästig.

Instagram, Whatsapp, Yo, Snapchat und weitere Portale liefern wieder den direkten Draht zu den Freunden. Ohne Werbung, ohne Unternehmensanzeigen, und vor allem ohne die Alten. Werbung ist in dieser Zielgruppe damit wieder ein Stück weit schwieriger geworden. Zuverlässig erreicht man sie weiterhin da, wo sie keine Wahl hat, nämlich an Schulen. Auch hier kann man kreativ werden.

Die junge Zielgruppe orientiert sich in ihrer Freizeit immer wieder neu und erfindet ihren eigenen Zeitgeist – egal, ob Forscher sie nun Generation Y, Z oder Digital Native bezeichnen. Eines sind sie nicht mehr: Generation Facebook.

Comments are closed.