Im Abonnenten-Rausch: Diese 10 YouTube Kanäle liefern...

Sprichst du schon Emoji? 😊 🙈✌

September 16, 2015 Comments (0) Ernährung, Jugendmarketing, Trends

Ernährungstrends zwischen Weltverbesserung und Lifestyle

Immer mehr junge Menschen machen sich Gedanken, wo ihr Essen herkommt und wie es produziert wird. Die jungen Neo-Ökologen beweisen, dass sich die Sichtweise der jungen Zielgruppe auf Ressourcen geändert hat. Trends wie Urban Gardening stehen für eine Entwicklung hin zur Selbstversorgung. Das Misstrauen in die Lebensmittelindustrie wächst stetig. Kein Wunder also, dass die Zahl der Vegetarier und Veganer kontinuierlich steigt. Derzeit ernähren sich 10 Prozent der Deutschen vegetarisch.

Doch nicht jeder Veganer oder Vegetarier möchte die Welt retten. Ernährung wird zum Statussymbol. Veganismus zum Lifestyle. Wer sich Gedanken um sein Essen macht, liegt voll im Trend, was Entwicklungen wie Social Eating untermauern. Diesem neuen Lifestyle folgen jetzt auch große Unternehmen. Ikea fritiert vegane Köttbullar, Mc Donalds setzt neuerdings auf Quinoa Burger, beim Wurstproduzent Rügenwalder laufen vegane Aufschnitte vom Band.

Neben Veganern (keine tierischen Produkte), Vegetariern (kein Fleisch und/oder Fisch)und Flexitariern (essen nur wenig Fleisch und das muss dann von hoher Qualität sein), die mittlerweile wirklich jeder kennt, gibt es seit neustem auch Paleo-Anhänger und Peganer.

Diese beiden diätischen Auswüchse des neuen Ernährungstrends zeigen in aller Deutlichkeit, dass es hier nicht mehr um Weltverbesserung, sondern um Lifestyle geht. Die Frage ist nicht mehr: „Was ist gut für meine Umwelt?“, sondern: „Was ist gut für mich?“.

Veganismus aus Lifestyle Gründen gerät aber auch vermehrt in Kritik. So löst die ehemalige GNTM-Gewinnerin Stefanie Giesinger einen Shitstorm aus, als Sie sich als „halbe Veganerin“ bezeichnet. Die Ernährung wolle sie umstellen, nicht aber auf Leder im Kleiderschrank verzichten. Auch Vegan-Guru Attila Hildmann bleibt von einem Fäkalsturm nicht verschont. Stein des Anstoßes: Bei dem Vox-Format „Das Perfekte Promi-Dinner“ fährt der Vorzeige-Veganer zum Einkaufen in seinem Biomarkt um die Ecke mit einem Porsche vor. Das passt für viele dann doch nicht so ganz zu seinem Weltverbesserer-Image.


 

Paleo-Anhänger versuchen sich wie unsere steinzeitlichen Vorfahren zu ernähren. In der sogenannten „Steinzeit-Diät“ ist Fleisch erlaubt, daneben Sprossen, Samen, Gemüse und Obst. Getreide, Milchprodukte und auch Hülsenfrüchte lehnen Paleo-Anhänger hingegen (zumindest in ihrer heutigen Form) als moderne Veränderungen der ursprünglichen Ernährung ab.

Peganer verknüfen das Beste aus der veganen und der steinzeitlichen Ernährung. Um Mangelerscheinungen vorzubeugen, ist moderater Fleischkonsum erlaubt. Voraussetzung für Fleisch ist, dass es aus Freilandhaltung stammt und frei von Antibiotika ist. Tierische Proteine, auch Eier sind erlaubt, dürfen allerdings maximal ein Viertel des Essens auf dem Teller ausmachen und werden lediglich als Beilage betrachtet. Die restlichen 75 Prozent der Mahlzeit bestehen aus Gemüse und Obst. Erlaubt sind hochwertige Fette aus Oliven, Kokosnuss und Avocados sowie kleine Hülsenfrüchte wie Linsen, in geringen Mengen. Milchprodukte sind von der peganen Ernährung ausgeschlossen.

Comments are closed.