Immer noch Neuland?

#11 Glossar Junge Zielgruppe – Heute: Fail

April 14, 2016 Comments (0) Allgemein, Ernährung, Esskultur, Freizeit, News, Trends

Die zuckerfreie Patisserie und das Crowdfunding

Mein Fazit zuerst: Crowdfunding ist nichts für schwache Nerven. Wer jemals vorhat, ein eigenes Unternehmen zu gründen oder eine Crowdfunding Kampagne zu starten, muss sich viele Gedanken machen. Aber: es macht auch eine Menge Spaß. Man lernt ganz viel und vor allem viele tolle, neue Menschen kennen. Man geht an Grenzen, die man von sich selbst gar nicht kannte, weil man vorher dachte, dass genau diese Grenzen viel niedriger seien. Man wächst über sich hinaus, muss sich aber auch immer wieder selbst motivieren. Das kommt zum Glück irgendwie von selbst. Gründen und Crowdfunding ist ein bisschen wie verliebt sein. Oder wahrscheinlich wie Kinder kriegen. Und sein eigenes Baby zu haben und dafür einzustehen, ist schon ein verdammt gutes Gefühl.

Das bin ich und meine zuckerfreie Patisserie

Gleem_Cake

© Anna Gliemer

Nach meinem Fazit stelle ich mich erstmal vor: Hallo – ich bin Anna. Ich bin 26 Jahre jung und habe mein Unternehmen vor eineinhalb Jahren gegründet. Und das eher aus einer Notwendigkeit und der Idee meiner Freunde heraus. Ich esse weder Zucker noch Gluten, liebe aber Süßes. Ein Dilemma, das nach einer schokoladigen Lösung rief: Vor etwa 6 Jahren begann ich mit meinen ersten Pralinen, Rawnies und Schokoladen – gemacht aus wenigen, guten Zutaten ohne Zucker, Gluten, Milch oder Ei. Eine Idee, die so gut ankam, dass ich sie seit einem Jahr nicht mehr nur für mich allein zubereitete und die, dank treuer Freunde, Fans und Berater schon ein ganzes Stück gewachsen ist.

Was mache ich also genau? In erster Linie vegane, glutenfreie Rawnies (Rohkost-Brownies), Honigschokolade und zuckerfreie Pralinen, teilweise auch vegan. Also ohne Ei oder anderes tierisches Eiweiß; perfekt geeignet für Menschen, die sich einem veganen Lebensstil verschrieben haben oder auf Allergien oder Unverträglichkeiten achten müssen. Oder aber einfach nur für Genießer, die gesund naschen wollen. Die gesamte Produktpalette kann man sich hier ansehen: www.gleem.de

In Wirklichkeit stehe ich aber nur den kleinsten Teil meiner Zeit in der Küche, denn sein eigenes Business zu verfolgen, heißt: man macht so viel anderes als nur das, was man eigentlich glaubt machen zu sollen. Somit gehen 20% meiner Zeit an das Produzieren von Content (Texte, Posts, Fotos), 25% an das Gedankenmachen, ab wann und wie am besten ich von meiner Patisserie lebe und die restlichen 15 % stehe ich in der Küche und produziere oder entwickle neue Rezepte, die für meine Kunden interessant sein können. Die aufmerksamen Rechner haben bemerkt, dass das keine 100% sind. Weil ich bisher noch nicht von gleem leben kann, habe ich einen weiteren Job, der meine Rechnungen bezahlt und auch das Vorankommen mit gleem. Deswegen ja auch das Crowdfunding auf www.startnext.com/gleem.

So funktioniert Crowdfunding: jeder entscheidet selbst

Ich bin also auf das Geld von tollen Menschen angewiesen, denen ich auch ein Stück zurückgeben möchte. Und das funktioniert so: man kann verschiedene “Dankeschöns” kaufen– von der einfachen Spende ab 5 Euro über einen Jahresvorrat Pralinen bis zu einem Schokoladen-Wochenende in Hamburg ist vieles dabei, womit man gleem und mich unterstützen kann. Im Prinzip ist es eine Pralinen-Vorbestellung.

Wenn alles gut läuft, sammeln wir die stolze Summe von 56.000 Euro ein (ich habe Stunden vor der Summe gesessen und konnte es nicht glauben, dass eine Unternehmensgründung so viel Geld kosten kann – zumal es gleem ja auch schon gibt!). Von der Summe sollen weitere Maschinen für eine effektivere Produktion gekauft werden, wie zum Beispiel eine Schokoladenüberzugmaschine oder ein Pralinenschneider. Bislang sind diese Arbeitsschritte alle noch handgemacht, das soll sich ändern. Auch die Produktion will ich professionalisieren und in eine größere Küche ziehen. Das Werkzeug braucht nämlich Platz„ Außerdem würde ich gerne Pralinenkurse anbieten, damit viele Leute von meinem Wissen profitieren können.

© Anna Gliemer

© Anna Gliemer

Was ich mir für die Zukunft wünsche, ist – neben einer erfolgreichen Kampagne – dass gleem in ein paar Jahren ein erwachsenes Unternehmen ist und dass meine Süßigkeiten deutschlandweit erhältlich sind. Und dass es noch mehr tolle Menschen mit tollen Ideen gibt, die sich trauen, ihr eigenes Vorhaben in die Tat umzusetzen. Ich für mich kann sagen, dass ich ein tolles Team an meiner Seite habe, die an mich glauben und mich auch bei der Crowdfundingkampagne unterstützen. Da wäre es sehr schade, wenn die ganze Arbeit umsonst gewesen wäre. Alle Informationen zur Kampagne findet ihr hier: https://www.startnext.com/gleem

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