#13 Glossar Junge Zielgruppe – Heute: Swaggetarier

Ist die EU „out“?

Juli 8, 2016 Comments (0) Jugendkultur, Mediennutzung, Trends

Diagnose von Dr. Google

Kopfschmerzen, Muskelkrämpfe, verdächtige Hautveränderungen – wo die Leute früher zum Arzt oder wenigstens in die Apotheke gegangen sind, wird heutzutage immer häufiger zuerst das Internet befragt. Dass die Diagnose von Dr. Google selten einen wissenschaftlichen Hintergrund hat und auch keine ärztliche Untersuchung voraussetzt, ist hierbei erst mal irrelevant. Denn über die Hälfte der Internetnutzer hat schon mal im Internet nach ihren Symptomen gesucht, um herauszufinden, welche Krankheit dahinter steckt und wie man diese am besten behandelt. Auffällig: Frauen neigen eher dazu, sich in Gesundheitsfragen an das Internet zu wenden. 61 Prozent haben schon mal nach Symptomen gesucht, bei den Männern sind es lediglich 46 Prozent. Am aktivsten ist die Altersgruppe 65+ mit 60 Prozent, knapp gefolgt von den 14- bis 29-Jährigen. Von denen nutzen insgesamt 55 Prozent das Internet, um nach Symptomen zu suchen und sich über potentielle Krankheiten zu informieren.

Kein Wunder: Denn die junge Zielgruppe spürt die Belastung im Job oder in der Schule deutlich stärker als ihre älteren Arbeitskollegen oder Mitschüler. Über 90 Prozent der 18- bis 29-Jährigen fühlen sich vom Job stark belastet, viele leiden unter Nackenverspannungen und Rückenschmerzen. Auch schon die 15- bis 19-Jährigen fehlen mit 2,2 Krankschreibungen pro Person im Jahr doppelt so häufig in der Schule oder bei ihrem Job, wie die über 40-Jährigen. Insgesamt sind das bei den jungen Leuten knapp 12 Fehltage im Jahr. Die jungen Arbeitnehmer oder Schüler werden also öfter krank, dafür sind ihre Krankheiten meistens eher von kurzer Dauer.

Dabei will die junge Generation ihre Gesundheit am Arbeitsplatz verbessern. Über die Hälfte der Berufseinsteiger würde sich von ihrem Arbeitgeber gesundheitsfördernde Maßnahmen wie zum Beispiel ergonomische Arbeitsplätze, Gesundheitskurse oder Fitnessangebote wünschen.

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